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News und Trends aus der Energiewirtschaft
| Â Februar 2012 |
|  | Topthema Gebäudesanierung  | Zum Seitenanfang | Beratungsresistente Politik: Bund und Länder führen Hängepartie fort
| Hierzulande ist viel vom Lobbyismus und von dessen Einfluss auf die Arbeit der Politiker die Rede. In vielen Fällen mag das zutreffen, bei der energetischen Gebäudesanierung zeigt sich die Politik dagegen ausdauernd beratungsresistent.
 "Auch in seiner heutigen Sitzung hat der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat keine Einigung zur Einführung der umstrittenen CCS-Technologie und zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung erzielen können", teilten die Regierenden lapidar am Abend des 8. Februar mit.
"Seit Juni des letzten Jahres gibt es keine Lösung für das energetische Gebäudesanierungsprogramm. Es ist zwar verständlich, dass die Länder besonders auf ihre Finanzmittel achten müssen und zusätzliche Haushaltsposten kritisch sehen. Jedoch sollten die Länder auf die Erfahrungen aus solchen Förderprogrammen bauen. Jeder staatliche Förder-Euro bei der energetischen Gebäudesanierung löst acht Euro privater Investitionen aus", kommentierte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). "Die Politik sorgt dafür, dass die von ihr selbst beschlossene Energiewende in immer weitere Ferne rückt. Ein endgültiges Scheitern des energetischen Gebäudesanierungsprogramms wäre ein Armutszeugnis für Bund und Länder und ein herber Rückschlag für die Energiewende. Wir brauchen endlich auch bei der Gebäudesanierung eine konzertierte Aktion von Bund und Ländern, damit die Energiewende gelingen kann."
Der BDEW steht mit seiner Kritik an den politisch Verantwortlichen nicht allein: Ob die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt oder die Bundesvereinigung Bauwirtschaft, ob Heizungshersteller oder Handwerk, ob der Verband kommunaler Unternehmen oder der Bundesverband Erneuerbare Energie, ob die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch, die Initiative Erdgas pro Umwelt oder die Umweltschutzorganisation Naturschutzbund Deutschland, um nur einige zu nennen - sie alle appellieren an die Politik, endlich zur Sache zu kommen.
Die Untersuchungen zum Nutzen der Förderung der energetischen Modernisierung des Wohnungsbestandes sind inzwischen ebenfalls zahlreich. Sie alle belegen, dass sie deutlich mehr Geld in die Kassen von Bund, Ländern und Kommunen zurückspülen würde als die Fördersumme ausmacht. Und dass die energetische Modernisierung Arbeitsplätze schafft. Doch selbst von dieser Tatsache lassen sich die politisch Verantwortlichen offensichtlich nicht beeindrucken.
Nicht genug damit, dass die steuerliche Förderung durch den unproduktiven Streit zwischen Bund und Ländern ins Abseits gerät, auch das KfW-Programm zur energetischen Gebäudesanierung droht zu kippen. Selbst die halbstaatliche Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hält fünf Milliarden Euro jährlich für notwendig, 1,5 Milliarden Euro wurden vom Bundestag beschlossen. Da diese Mittel aber aus dem Energie- und Klimafonds kommen sollen, ist der Bundestagsbeschluss reine Makulatur. Die Preise für CO2-Emissionszertifikate sind so niedrig, dass der Fonds nicht ausreichend gespeist wird. Das wiederum ist in der Tat dem Lobbyismus geschuldet - die Zertifikate wurden so zahlreich verteilt, dass sich ein angemessener "Marktpreis" erst gar nicht bilden kann.
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Bioenergie  | Zum Seitenanfang | "Unverzichtbarer Beitrag"
| Für eine zukunftssichere Energieversorgung bleibt der Ausbau der Biomassenutzung unverzichtbar. Bioenergie ist speicherbar und kann zur Stromversorgung ebenso wie zum Heizen und als Kraftstoff eingesetzt werden, betonte die Agentur für Erneuerbare Energien anlässlich der Grünen Woche in Berlin. Dass die Bioenergie Pionier beim Klimaschutz sei, zeige die Branche mit den in Deutschland seit einem Jahr umgesetzten EU-Nachhaltigkeitsstandards. Für den deutschen Markt hätten sich schätzungsweise rund 2.000 Betriebe, vom kleinen Getreidehändler im Binnenland bis hin zu den Biodieselfabriken an den Häfen, ihre umweltfreundliche Wirtschaftsweise in Sachen Biomasse bestätigen lassen. "Die Bioenergie hat damit Standards für die Landwirtschaft und für weitere Branchen gesetzt. Nachhaltigkeitskriterien sollten nicht nur für Bioenergie gelten, sondern auf die Lebens- und Futtermittelindustrie ausgeweitet werden" verlangt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.
Schätzungsweise 1.200 Biogasanlagen sind in Deutschland 2011 neu ans Stromnetz angeschlossen worden. Mit der installierten Leistung von knapp 2.800 Megawatt kann der Strombedarf von etwa 5,1 Millionen Haushalten gedeckt werden. Biogas sei speicherbar und der damit erzeugte Strom könne deshalb zum Ausgleich der schwankenden Stromerzeugung aus Windenergie- und Solaranlagen dienen, betont Vohrer. "Mit dem stetigen Wachstum der Wind- und Solarstromproduktion werden diese Qualitäten der Bioenergieanlagen künftig noch wichtiger." Neben Biogas und Biokraftstoffen - bis Ende Oktober 2011 waren es knapp zwei Millionen Tonnen Biodiesel sowie rund eine Million Tonnen Bioethanol - ist Holz ein wichtiger Bioenergielieferant. Insgesamt brachte es die Biomasse 2010 auf einen Anteil von 7,7 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland, der Anteil der erneuerbaren Energien insgesamt lag bei 10,9 Prozent. Vohrer: "Im Mix der Erneuerbaren leistet die Bioenergie damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit." Für eine wachsende Versorgung mit erneuerbarer Wärme seien aber verstärkte Anstrengungen erforderlich, um die Zielvorgaben der Bundesregierung zu erreichen. Der BioÖkonomieRat der Bundesregierung schüttet allerdings Wasser in den Wein. Der Ausbau der Bioenergie im Zuge der Energiewende solle sich stärker an der Wirtschaftlichkeit orientieren und der Ernährungssicherung Priorität einräumen. "Noch höhere Importe von Agrarrohstoffen für die Bioenergiegewinnung dürfen nicht dazu führen, dass der Welthunger weiter zunimmt. Die Ernährungssicherung muss Vorrang vor dem Ausbau der Bioenergie haben", sagte der Vorsitzende des BioÖkonomieRats Reinhard F. Hüttl bei der Vorstellung von Empfehlungen zur Bioenergie. Eine Strategie zur Nutzung der Bioenergie müsse zudem Umwelt- und Klimaschutzaspekte sowie Effizienzsteigerungen und Forschung in verbesserte Technologien stärker betonen. Der BioÖkonomieRat bemängelt, dass durch die Förderung der Bioenergie enorme volkswirtschaftliche Kosten entstehen, die über die EEG-Umlage private Haushalte und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsunternehmen belasten. Gleichzeitig würden die Förderinstrumente dazu führen, dass der kommerzielle Wert landwirtschaftlicher Erzeugnisse für die Energieumwandlung teilweise höher sei als bei der Nahrungs- oder Futtermittelnutzung. Fritz Vahrenholt, Leiter der Arbeitsgruppe Bioenergie, fordert: "Förderinstrumente und -ziele müssen stärker aufeinander abgestimmt und wirtschaftlicher sowie bedarfsgerechter ausgestaltet werden. Da Bioenergie als grundlastfähiger und speicherbarer Energieträger als Systemstütze für die Energiewende dienen muss, sollte die bestehende Förderung stärker auf diesen Aspekt ausgerichtet werden."
Eine andere Sichtweise hat der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie. "Die Herstellung von Biodiesel und Bioethanol führt nicht zu weltweiter Nahrungsmittelknappheit oder steigenden Lebensmittel- und Landpreisen. Ihre Produktion ist nachhaltig und bringt eine Minderung der Treibhausgasemissionen von mindestens 35 Prozent im Vergleich zu fossilem Kraftstoff", so Geschäftsführer Elmar Baumann. "Hunger entsteht in erster Linie durch Armut, Krieg und ungerechte Verteilung. Biokraftstoffe für den Hunger verantwortlich zu machen, ist abenteuerlich." Die deutsche Biokraftstoffindustrie verwende fast ausschließlich in Deutschland und der EU angebaute Agrarrohstoffe. Biokraftstoffe seien zudem derzeit die einzige in größerem Umfang vorhandene Alternative zu herkömmlichem Diesel und Benzin.
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ASUE News  | Zum Seitenanfang | Mit (Primär-)Energie in die Wende
| Mehr Effizienz durch BHKWs und Gaswärmepumpen
Die Energiewende nimmt Fahrt auf, die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenkraft legt zu, und Erdgas als sauberster konventioneller Brennstoff wird allenthalben - im modernen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk ebenso wie im heimischen Heizungskeller - als idealer Partner der Erneuerbaren geschätzt. Besonders effizient wird der Umgang mit dem Primärenergieträger Erdgas dann, wenn er in großen wie kleinen und neuerdings auch kleinsten Blockheizkraftwerken (BHKW) nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur gleichzeitigen Gewinnung von Strom und Wärme eingesetzt wird. Mit dieser Technik lassen sich Wirkungsgrade jenseits der 80 oder gar 90 Prozent erzielen. Diese Kombination von vergleichsweise sauberem Energierohstoff und geringen Verlusten erspart der Umwelt jede Menge schädliche Emissionen. Besonders wirkungsvoll ist diese Technik, wenn sie dezentral stattfindet. Das schont nicht allein Umwelt und Ressourcen, die verteilte Erzeugung von elektrischer Energie in vielen kleineren Einheiten bis hin zur Strom erzeugenden Heizung im Keller des Einfamilienhauses entlastet auch die Übertragungs- und Verteilnetze der Stromversorgung.
| Noch hat die KWK in der Energieversorgung Deutschlands nicht den Stellenwert, der inzwischen auch von der Politik als wünschenswert betrachtet wird. Vor gut drei Jahren lag der Anteil des KWK-Stroms in Deutschland noch bei nur 12,5 Prozent, Finnland und Dänemark beispielsweise sind da schon sehr viel weiter. Die Politik sieht die Chancen der KWK und arbeitet an einem rechtlichen Rahmen, mit dem sowohl die Modernisierung als auch der Neubau von KWK-Anlagen stärker als bisher gefördert werden soll. Zielvorgabe ist die Erhöhung des KWK-Strom-Anteils in Deutschland auf 25 Prozent bis 2020.
| Die neue "BHKW-Fibel" der ASUE liefert knapp und informativ einen schnellen Überblick über die prinzipielle Funktionsweise von Blockheizkraftwerken, verdeutlicht deren Vorteile gegenüber der konventionellen Energieversorgung, bietet erste Informationen für die Wahl der Leistungsgröße, hilft bei der Abschätzung der Wirtschaftlichkeit, und sie zeigt - dies auch anhand von Anwendungsbeispielen - die wesentlichen Einsatzgebiete, vom Krankenhaus über Gewerbe- und Industriebetriebe oder Wohn- und Geschäftshäuser bis hin zum Mikro-BHKW im privaten Heizungskeller.
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| Energiesparen mit Gaswärmepumpen
Eine weitere Möglichkeit, den Primärenergieträger Erdgas unmittelbar vor Ort einzusetzen und so beispielsweise den Umwandlungsschritt von der Primärenergie zum Strom zu überspringen, bietet die Gaswärmepumpe. Neben der Antriebsenergie - das kann selbstverständlich auch Bioerdgas sein - wird hier Umweltwärme genutzt. In der nun von der ASUE vorgelegten Marktübersicht werden die am deutschen Markt verfügbaren Geräte vorgestellt. Dazu gehören gasmotorisch angetriebene Wärmepumpen, sogenannte Gasklimageräte, ebenso wie Gaswärmepumpen, die nach dem Absorptionsprinzip arbeiten oder Absorber, mit deren Hilfe Abwärme zur Wärme- oder Kälteerzeugung genutzt wird. Letztere werden häufig in Kombination mit Blockheizkraftwerken eingesetzt, um in Zeiten geringen Wärmebedarfs Kälte zu erzeugen und so die Laufzeiten zu verlängern.Â
Beide Broschüren sind unter www.asue.de zum Download eingestellt. Die gedruckte Version kann per Mail an info@asue.de bestellt werden.
| Fachtagung "Hybride Netze"
| Für den 14. und 15. November 2012 lädt die ASUE zur Fachtagung "Hybride Netze" nach Kloster Banz in Bad Staffelstein ein. Im Vordergrund werden dabei Austauschmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Netzen der Energieversorgung - Strom, Gas, Wärme, Kälte - stehen. Wie lässt sich erneuerbar erzeugter Strom so umwandeln, dass die vorhandene Transport- und Speicherinfrastruktur der Erdgasversorgung zur "Glättung" einer zunehmend volatilen Stromerzeugung genutzt werden kann? Wie lassen sich die Erzeugungstechniken von Wärme, Kälte, Gas und Strom miteinander kombinieren und welche Vorteile sind damit verbunden? Diese und weitere Fragestellungen des netzübergreifenden Umgangs mit Energie werden im Vordergrund der Fachvorträge und Diskussionen stehen.
Interessenten erhalten detaillierte Informationen unter info@asue.de.
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IEU News  | Zum Seitenanfang | "Ich mach das jetzt!"
| Aktion für Heizungsmodernisierung spricht Verbraucher an
Winterzeit ist Heizungszeit. Doch Heizungen brauchen Energie - ältere mehr, modernere weniger. Weil hierzulande gut drei Viertel aller Heizungsanlagen technisch veraltet und drei Millionen Heizkessel sogar älter sind als 18 Jahre, entschwindet ein viel zu großer Teil der eingesetzten Primärenergie ungenutzt als Abwärme durch den Schornstein. Wer dann noch weiß, dass der Wärmemarkt für rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich ist, kommt schnell auf den Gedanken, dass in den Heizungskellern ein ungeheures Sparpotenzial schlummert. Würde man das nutzen, könnten der Umwelt überdies jede Menge Kohlendioxid-(CO2)-Emissionen erspart bleiben. Profitieren würden nicht nur Hauseigentümer und Mieter, sondern auch das Klima. Aktuell liegt die jährliche Heizungs-Modernisierungsquote bei lediglich drei bis vier Prozent. Damit lassen sich ehrgeizige Klimaziele keinesfalls erreichen.  Um diesen Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern aufzulösen, startet die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) in Kooperation mit der Erdgas Produkt- und Systemkampagne die Aktion "Ich mach das jetzt!". Handwerk, Handel, Hersteller und Energiewirtschaft ziehen hier an einem Strang, um potenzielle Heizungsmodernisierer mit übersichtlichen Kundeninformationen, Beratungsleistungen und begleitenden Serviceangeboten von den unbestreitbaren Vorteilen eines Kesseltausches zu überzeugen. Am Ende steht eine Win-win-win-Situation: Eigentümer profitieren von niedrigeren laufenden Kosten, die Unternehmen freuen sich über steigende Absatzchancen, und das Klima profitiert von deutlich sinkenden CO2-Emissionen.
Internet-Plattform als zentrales Element
Zentrales Element für die Kommunikation mit interessierten Haus- und Wohnungsbesitzern ist die Internetplattform www.moderne-heizung.de. Nach Eingabe weniger Daten zum Gebäude und zur genutzten Heiztechnik erhält man hier beispielsweise eine individuelle Information zu Verbrauchswerten, die mit modernen Anlagen erreichbar sind. Auf diese Weise wird dem Besucher der Website schnell und vor allem nachvollziehbar deutlich, in welchem Umfang sich Energieverbrauch und Heizkosten mit einer neuen Anlage senken lassen. "Statt den Verbraucher mit einer Vielzahl von Informationen zu überfordern, erhält er auf www.moderne-heizung.de genau die Angaben, die für seine Modernisierungsentscheidung tatsächlich relevant sind. Und das übersichtlich, objektiv und neutral aufbereitet", bringt IEU-Geschäftsführer Werner Willmes die Vorteile des neuen Informationsangebots auf den Punkt.
Doch die Internetplattform www.moderne-heizung.de bietet weit mehr als "nur" ein Berechnungsinstrument für effiziente Heiztechniken und Sparpotenziale. Zusätzlich gibt es eine sogenannte Fördermittelauskunft, die darüber informiert, wie und unter welchen Bedingungen Maßnahmen zur energetischen Sanierung gefördert werden und wo man Förderanträge stellen kann. Darüber hinaus können sich Modernisierungswillige auf dieser Website auch zeigen lassen, wo in der Nähe geeignete Handwerksbetriebe zu finden sind. Damit unterstützt die Aktion einerseits den Endkunden bei seiner Suche nach geeigneten Fachhandwerkern, andererseits profitiert das Handwerk von steigender Nachfrage.
Derart gut informierte Verbraucher werden sicher gerne am Gewinnspiel teilnehmen, das hier ebenfalls angeboten wird. Unter allen Teilnehmern, die ein Angebot für eine Heizungsmodernisierung anfordern, werden monatlich ein moderner Brennwertkessel eines der führenden deutschen Heizgerätehersteller und 25 exklusive Fördermittel-Services verlost. Der letztgenannte Gewinn geht selbstverständlich weit über das Angebot der Website hinaus und macht die Antragstellung für den Kunden zum "Rundum-sorglos-Paket".
| Wer seine alte Anlage beispielsweise gegen eine moderne, hocheffiziente Erdgas-Brennwertheizung austauscht, kann der nächsten Heizkostenabrechnung gelassen entgegensehen.
Vorteile fürs Handwerk
Die Aktion "Ich mach das jetzt!" wird durch eine breit angelegte Medien-, Anzeigen und Onlinekampagne beworben. Zusätzlich erhalten Handwerksbetriebe - auch dafür gibt es einen Button auf der Webseite - auf Anforderung kostenlose Aktionspakete, bestehend aus Argumentationsflyern, einem Energiesparrechner und Werbemitteln. Weniger greifbar, aber deshalb nicht weniger wichtig ist ein anderer Effekt: Frühzeitig geplante Heizungsmodernisierungen, die beispielsweise im Sommerhalbjahr angegangen werden, lassen sich besser in Arbeitsabläufe einbauen als Erneuerungsmaßnahmen, die nach dem unerwarteten Aus eines alten Heizkessels wegen frostiger Außentemperaturen möglichst schnell realisiert werden müssen.
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EnergieSzene Berlin  | Zum Seitenanfang | Kraftwerkspark muss flexibler werden
| Die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) eröffnet neue Möglichkeiten, die Flexibilisierung des konventionellen Kraftwerksparks voranzubringen. Gut regelbare Kraftwerke, die besonders schnell auf eine schwankende Nachfrage und volatile Stromeinspeisung aus Wind- und Sonnenenergie reagieren können, werden nach Meinung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) dringend benötigt. Die Umweltorganisation fordert von der Bundesregierung, das Gesetz so auszugestalten, dass die Markteinführung kleiner, gasbetriebener Blockheizkraftwerke (BHKW), die zusammen ein "virtuelles Großkraftwerk" bilden, im KWKG effektiv gefördert wird. Die einzelnen BHKW-Einheiten versorgen dabei auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Gebäude mit Wärme und das lokale Stromnetz mit elektrischer Energie.
Im Konzept des "virtuellen Großkraftwerks" wird der Einsatz vieler kleiner Kraftwerkseinheiten zentral gesteuert. Angeschlossene Wärmespeicher sorgen dafür, dass die Erzeugung von Strom und Wärme weitgehend entkoppelt werden kann. So bestimmt nicht mehr der Wärmebedarf, wann die KWK-Anlage anspringt, sondern der Strombedarf. "Wir sind überzeugt, dass virtuelle Kraftwerke auf Basis vieler kleiner, stromgeführter KWK-Anlagen einen wesentlichen Beitrag liefern können für die notwendige Flexibilisierung unseres Kraftwerksparks. Derzeit kann das Konzept helfen, insbesondere in Süddeutschland den beschleunigten Zubau erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten aus Sonne und Wind zu ergänzen", so DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. Die Anlagen seien nicht nur in der Lage, sehr schnell auf Lastschwankungen zu reagieren. Sie könnten auch zügig und ohne langwierige Genehmigungsverfahren "in jeden Keller eines Mehrfamilien- oder Bürohauses eingebaut werden". Die Bundesregierung hat laut DUH in ihrer Gesetzesnovelle zwar erstmals die Förderung von Wärmespeichern möglich gemacht, dabei aber ausgerechnet das Konzept der virtuellen Kraftwerke unberücksichtigt gelassen.
Der KWK-Ausbau benötigt generell klare politische Unterstützung, betont der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Angesichts erheblich gestiegener Kosten sei eine deutliche Anhebung der Förderung nötig, um die Wirtschaftlichkeit von Neuinvestitionen zu ermöglichen. Das zeige der aktuelle Jahresbericht 2011 zum COGeneration Index (COGIX), einem Indikator für die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen, in dem neben den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen die aktuelle Entwicklung der Anlagenkosten einen besonderen Schwerpunkt bildet. Der Indikator wurde von Felix Christian Matthes, Forschungs-Koordinator Energie- und Klimapolitik beim Öko-Institut, für den VKU erstellt. "Der KWK-Ausbau ist aus energiewirtschaftlichen und klimaschutzpolitischen Gründen dringend notwendig. Er ist ein wichtiger Baustein, um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Wir empfehlen mit Blick auf den COGIX deshalb dringend, die in der Novelle des KWK-Gesetzes vorgeschlagenen Fördersätze für neue KWK-Anlagen um 0,5 Cent pro Kilowattstunde anzuheben", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Ohne Fördermaßnahmen seien Modernisierungen und Neubauten aktuell nicht möglich. "Die hohe Effizienz von KWK-Anlagen wirkt sich jedoch langfristig positiv auf deren Wirtschaftlichkeit aus." |  |
Zahlen und Fakten  | Zum Seitenanfang | Regenerative decken fast zwölf Prozent des Endenergieverbrauchs
| Regenerative Energien haben im Jahr 2011 in Deutschland Brennstoffimporte in Höhe von elf Milliarden Euro ersetzt und mehr als neun Milliarden Euro externe Kosten vermieden. Diese Zahlen nennt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die Erneuerbaren deckten 2011 11,9 Prozent des Endenergieverbrauchs, was einer Einsparung von 127 Millionen Tonnen CO2 entspricht. Im Strombereich stieg der Anteil der Erneuerbaren um rund vier Prozentpunkte auf 20,1 Prozent. Im Wärmesektor ging der Deckungsbeitrag dagegen von 9,6 Prozent (2010) auf 9,4 Prozent zurück. Diese Entwicklung ist laut BEE im Wesentlichen auf milde Witterungsbedingungen zurückzuführen. Allerdings bewege sich das Plus an installierten Anlagen bei Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen auf einem geringen Niveau. "Diese schwachen Zahlen belegen erneut die Dringlichkeit für ein verlässliches und haushaltsunabhängiges Förderinstrument für den Ausbau der regenerativen Energien im Wärmesektor", so BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Bundesregierung müsse hier endlich handeln. Weiterhin problematisch sei auch die Lage im Kraftstoffsektor. Hier sei der Anteil regenerativer Kraftstoffe von 5,8 Prozent (2010) auf 5,5 Prozent gesunken. Dahinter stecke ein Absatzeinbruch bei reinem Biodiesel und reinen Pflanzenölen. "Geht diese Entwicklung weiter, werden wir das EU-Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen, deutlich verfehlen.
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