EnergieSzene



News und Trends aus der Energiewirtschaft  März 2009




Topthema

Versorgungssicherheit braucht Investitionen
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bezieht eindeutig Stellung zu den Plänen der EU zur Verbesserung der Versorgungssicherheit: "Bei Infrastrukturprojekten liegt die Realisierung und Finanzierung grundsätzlich in der Verantwortung der Unternehmen - seien diese privat oder staatlich."
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Kopf des Monats

Sven Plöger

Der aus Funk und Fernsehen bekannte Meteorologe will aufzeigen, dass im Klimawandel auch Chancen stecken

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EnergieSzene Blog

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Aus dem Inhalt
Strom
Spartarife mit Nebenwirkungen
Strom
Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland auf hohem Niveau
Geothermie
Das Fündigkeitsrisiko abmildern
IEU News
Bundesregierung fördert Brennwertheizungen
EnergieSzene Berlin
Roadmap zur Energiepolitik ohne Atomstrom
ASUE News
Erdgas-Mobilität: Mehr Fahrspaß mit neuen Turbo-Modellen
Studie
Wettbewerb gewinnt immer mehr Fahrt
Zahlen & Fakten
Konjunkturrückgang dämpft Energieverbrauch
Literaturtipp
Sonnige Aussichten: Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird


Vorwort

Liebe Leser,

das Thema Versorgungssicherheit bleibt uns erhalten. Man kann E.ON-Chef Bernotat nur zustimmen, wenn er beklagt, dass hierzulande die energiepolitische Diskussion zu sehr vom Tagesgeschehen (und damit zu wenig von der Entwicklung langfristiger Konzepte) getrieben ist. Das Thema gehört unbedingt auf die Tagesordnung und es muss aller Voraussicht nach noch lange dort bleiben. Dabei geht es nicht allein um die sichere Versorgung mit Erdgas wie bei unserem Topthema, auch beim Strom müssen jetzt die Weichen für eine zuverlässige zukünftige Versorgung gestellt werden. Hinzu kommt, dass wir alle lernen müssen, effizienter als bisher mit Energie umzugehen. Abzuwarten bleibt in diesem Zusammenhang, wann und mit welchen Inhalten das von der EU geforderte Energieeffizienzgesetz auf den Weg gebracht wird. Gut nur, dass unabhängig von solchen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen energiesparende Techniken bzw. Produkte wie die Brennwertheizung oder das Erdgasauto angeboten und stetig weiterentwickelt werden.

Eine interessante Lektüre wünscht
Rolf Sweekhorst

 
 

Topthema

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Versorgungssicherheit braucht Investitionen

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu den Plänen der EU zur Verbesserung der Versorgungssicherheit:

"Bei Infrastrukturprojekten liegt die Realisierung und Finanzierung grundsätzlich in der Verantwortung der Unternehmen - seien diese privat oder staatlich."










Wer der Meinung war, der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sei fürs Erste beigelegt, wurde in den letzten Tagen eines Besseren belehrt. Inzwischen sind die Schulden der Ukraine zwar beglichen, aber der Konflikt schwelt und niemand kann sich darauf verlassen, dass er im kommenden Jahr - dann sicher wieder mitten im Winter - nicht erneut aufflammt.

Die infolge der Krise aufgekommenen Zweifel an der Zuverlässigkeit der russischen Erdgaslieferungen haben ein Thema nach vorne gerückt, das immer in Krisenzeiten intensiv diskutiert wird, dann aber wieder mehr oder weniger schnell von der Agenda verschwindet: die Sicherheit der Energieversorgung. Während der Gaskrise, so der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf H. Bernotat dazu vor wenigen Tagen auf der Jahrespressekonferenz seines Unternehmens, sei "einmal mehr deutlich geworden, dass die energiepolitische Diskussion in Deutschland oft zu sehr vom Tagesgeschehen getrieben ist. Je nach Ereignis und Schlagzeile steht mal der Klimaschutz ganz oben auf der Agenda, mal die Energiepreise, mal Versorgungssicherheit."

In der Tat spielt aktuell das Thema Versorgungssicherheit eine wichtige Rolle in der politischen Diskussion, national wie auch auf EU-Ebene. So wird es auf der Tagung des Europäischen Rates am 19. und 20. März auch darum gehen, "Leitlinien zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit der Union auf mittlere und längere Sicht" zu vereinbaren. Konkret soll über die Weiterentwicklung der Energieinfrastrukturen, eine bessere Gas- und Erdölvorratshaltung und über die Diversifizierung der Energieversorgungsquellen beraten werden.

Strittig ist allerdings innerhalb der Union und ihrer Mitgliedsländer, wie das alles zu organisieren ist und wer letztlich die Verantwortung tragen soll. Die Bundesregierung hat sich in Person des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg nach der letzten Sitzung des Energieministerrats in Brüssel am 19. Februar eindeutig geäußert. Vor dem Hintergrund des Gasstreits sei es offensichtlich, "dass wir uns sowohl bei den Lieferquellen als auch bei den Transportrouten breiter aufstellen müssen." Deutschland sei dank seiner guten Beziehungen zu den verschiedenen Lieferstaaten, seiner vernetzten Infrastruktur und seiner leistungsfähigen Unternehmen gut aufgestellt. In Europa gehe es jetzt darum, die Versorgung durch flexible Maßnahmen und durch mehr Investitionen in die Infrastruktur krisensicherer zu machen. Für Deutschland bleibe es bei dem wichtigen Grundsatz: "Bei Infrastrukturprojekten liegt die Realisierung und Finanzierung grundsätzlich in der Verantwortung der Unternehmen - seien diese privat oder staatlich." Angesichts der ausgesprochen unterschiedlichen Auswirkungen der Erdgas-Lieferunterbrechungen in den einzelnen europäischen Staaten fordert der Minister eine "solidarische Gasversorgungspolitik in Europa". "Aber Solidarität ist keine Einbahnstraße - sie muss auf ausreichenden Eigenanstrengungen der Mitgliedstaaten beruhen." Gasspeicher könnten zur Solidarität beitragen, wichtig sei aber, dass deren Nutzung im Krisenfall auf kommerzieller Grundlage erfolge. Zu Guttenberg erklärte überdies, er wolle die Entwicklung hin zu mehr Versorgungssicherheit beschleunigen und habe deshalb die Schirmherrschaft über eine regionale Gasplattform übernommen, die die deutsche Gaswirtschaft noch im ersten Halbjahr 2009 im Rahmen einer hochrangig besetzten Auftaktveranstaltung ins Leben rufen werde. Damit werde ein Forum geschaffen, in dem die Unternehmen beispielsweise zu Infrastrukturfragen, zur Speichernutzung oder auch zum Abschluss von vorsorglichen Lieferverträgen für den Fall einer Krise Lösungen finden könnten.

Nord Stream unverzichtbar beim Ausbau der Infrastruktur

Die weitere Verbesserung der Infrastruktur ist eine der wesentlichen Voraussetzungen zum Erhalt der Versorgungssicherheit. Pipelines und LNG-Terminals müssen gebaut werden, und zusätzliche Speicherkapazitäten müssen ebenfalls geschaffen werden. In der deutschen Gaswirtschaft sieht man sich hier prinzipiell auf einem guten Weg - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. "Wenn wir die europäische Gasversorgung langfristig sichern wollen, sind Investitionen in Leitungen und Speicheranlagen unverzichtbar. Diese Investitionen brauchen allerdings ein entsprechendes Investitionsklima. Das gilt für den Ausbau des deutschen Leitungsnetzes, aber auch für internationale Projekte wie Nord Stream", erklärte vor Kurzem Bernhard Reutersberg, Vorstandsvorsitzender von E.ON Ruhrgas, zu diesem Thema. Das Risiko, bei einem Lieferausfall nur über zwei Leitungskorridore von Russland nach Westen zu verfügen, sei deutlich zu groß. "Deshalb brauchen wir auf jeden Fall die Ostseepipeline Nord Stream." Bei diesem großen europäischen Projekt müsse die EU geschlossen auftreten.

Nach Ansicht von Sebastian Sass, Vorsitzender der EU-Vertretung der Nord Stream AG, kann nach der zwischenzeitlich erfolgten Veröffentlichung der Umweltverträglichkeitsprüfung Anfang 2010 mit dem Bau der Leitung begonnen werden. Sass betonte, das Projekt benötige keine öffentliche Finanzierung, da es zu 100 Prozent privat finanziert werde. Die Leitung bringe zusätzliches Erdgas nach Westeuropa und sei nicht dazu da, die Ukraine zu umgehen. Die beiden deutschen Anteilseigner - gemeint sind E.ON Ruhrgas und Wintershall - seien weniger an alternativen, sondern vielmehr an zusätzlichen Transportkapazitäten interessiert.

 
Strom

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Spartarife mit Nebenwirkungen

Verpflichtend eingeführte Stromspartarife sind nicht geeignet, einkommensschwache Haushalte bei Energiepreissteigerungen zu entlasten und geben keinen Anreiz zur Stromeinsparung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Kurzgutachten, welches das Wuppertal Institut zusammen mit dem Freiburger Büro Ö-quadrat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) angefertigt hat.

Anlass für die Untersuchung war eine breite Diskussion, die insbesondere im letzten Jahr um die Auswirkungen von Energiepreissteigerungen stattgefunden hat. Im Verlauf der Überlegungen wurden zahlreiche, teilweise konkurrierende Maßnahmen- und Konzeptvorschläge erörtert, wobei das Modell eines "Stromspartarifs" nicht selten im Vordergrund stand.

Das Gutachten zeigt eine Fülle von Schwächen bei den vorgeschlagenen Tarifmodellen auf. Eines der überraschenden Ergebnisse ist beispielsweise, dass ein solcher Tarif, der sich in der Regel aus einer geringen Freimenge bei höheren Arbeitspreisen pro verbrauchter Kilowattstunde Strom zusammensetzt, nicht einmal seiner Kernaufgabe, nämlich der Entlastung aller finanziell schwachen Haushalte, gerecht würde. Das Gutachten kommt überdies zu dem Schluss, dass die Sozialtarife auch keinen Anreiz für einen sorgsameren Umgang mit Strom bieten. Daran könne selbst eine Orientierung an der Anzahl der in einem Haushalt lebenden Personen nicht viel ändern, da vor allem kinderreiche Familien mit geringem Einkommen und schlechter Geräteausstattung überproportional belastet würden. Das widerspreche der eigentlichen Intention eines solchen Tarifs grundlegend. Darüber hinaus würden die Sozialtarife keinen Anreiz für einen sorgsameren Umgang mit Strom bieten.

Die Gutachter vom Wuppertal Institut und vom Büro Ö-quadrat schlagen statt des genannten "Stromspartarifs" vor, die Regelsätze für Transfereinkommensbezieher den gestiegenen Stromkosten anzupassen. Außerdem sollten Transfereinkommensbezieher eine gezielte, kostenlose Stromsparberatung erhalten, die mit einer Direktinstallation von Stromsparmaßnahmen verbunden ist (beispielsweise von Energiesparlampen und Steckerleisten). Diese Maßnahme solle auch eine weitgehende Unterstützung für den Austausch von ineffizienten Kühlgeräten beinhalten.



Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland weiter auf hohem Niveau

Die Stromversorgungssicherheit in Deutschland hat nach Berechnungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) nicht nur das gewohnt hohe Niveau gehalten, sie ist sogar wieder angestiegen. Für das Jahr 2007 lag der Wert für die sogenannte Nichtverfügbarkeit von Strom in Deutschland bei durchschnittlich 19,25 Minuten je Letztverbraucher. 2006 hatte der Vergleichswert noch 21,53 Minuten betragen. Der ermittelte Wert, so die BNetzA in einer Mitteilung, bestätigt die hohe Versorgungszuverlässigkeit in Deutschland auch im Vergleich mit einigen europäischen Nachbarländern, zu denen die aktuellen Daten schon vorliegen. So hatten 2007 nach Angaben der Bonner Behörde die entsprechenden Werte in den Niederlanden mit 33,1 Minuten und in Österreich mit 45,47 Minuten deutlich höher gelegen als in Deutschland.

In die Berechnungen gehen nur die ungeplanten Unterbrechungen ein, die länger als drei Minuten dauern und deren Ursache atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Rückwirkungsstörungen aus anderen Netzen oder andere Störungen sind, die in die Zuständigkeit des Netzbetreibers fallen. Unterbrechungen mit der Ursache "Höhere Gewalt" werden nicht berücksichtigt. Bezieht man diese Unterbrechungen mit ein, so liegt die Nichtverfügbarkeit je Letztverbraucher bei 35,67 Minuten (Vorjahr 23,25 Minuten). Die Erhöhung im Vergleich zu 2006 ist insbesondere auf die vom Orkan "Kyrill" im Januar 2007 verursachten Schäden an den Übertragungs- und Verteilnetzen zurückzuführen. 

 

 

 

 
Geothermie

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Das Fündigkeitsrisiko abmildern - BMU, KfW und Münchner Rück kooperieren

Das größte Investitionshemmnis für Tiefengeothermie sind die hohen Bohrkosten mit dem Risiko, nicht fündig zu werden. Um dieses Fündigkeitsrisiko für Investoren zu verringern, stellen das Bundesumweltministerium, die KfW Bankengruppe und die Münchener Rück 60 Millionen Euro für ein Kreditprogramm für den Ausbau der Geothermie in Deutschland bereit.

"Die Tiefengeothermie bietet große Chancen für eine klimafreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung", so Bundesumweltminister Gabriel. "Das neue Kreditprogramm sorgt dafür, dass die Risiken für Anlagenbetreiber weiter verringert werden. Die Kooperation ist im Übrigen ein gutes Beispiel dafür, wie Politik und Unternehmen beim Klimaschutz angesichts der großen wirtschaftlichen Chancen auch in Zeiten der Finanzkrise an einem Strang ziehen können." Thomas Blunck, Vorstandsmitglied der Münchener Rück, ergänzt: "Die Zusammenarbeit ist als Anschub gedacht, um die Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien zu erleichtern. Wir sehen den Klimawandel nicht nur als Risiko, sondern auch als große Chance, da bei konsequentem Klimaschutz neue Technologien wie etwa die Energieerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen enorme Wachstumspotenziale haben. Mit unserer Expertise als Risikoträger können wir wesentlich dazu beitragen, die vielfach sehr speziellen Unsicherheitsfaktoren abzumildern." Der Überprüfung des Fündigkeitsrisikos durch die Münchener Rück im Vorfeld der Vergabe der Förderdarlehen komme eine wesentliche Bedeutung zu. 

 
IEU News

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Bundesregierung fördert Brennwertheizungen

Erdgas weist im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Kohle die beste CO2-Bilanz aus. Diese Bilanz fällt noch positiver aus, wenn man Erdgas und Solarenergie miteinander verbindet. Der Ersatz einer alten Standardheizung durch ein modernes Brennwertgerät reduziert den Energieverbrauch deutlich. In Kombi-nation mit einer Solarthermieanlage lassen sich die Kosten für die Warmwasser-bereitung zusätzlich um bis zu 60 Prozent senken.



Die Bundesregierung hat ihre Programme für Gebäudesanierung nachgebessert. Das Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung dehnt die Initiativen "Wohnraum-Modernisieren" und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auf die Förderung von Brennwertheizungen aus. Damit greift die Bundesregierung eine zentrale Forderung der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) auf. Ab dem 1. April werden die Initiativen im KfW-Förderprogramm "Energieeffizient sanieren" zusammengefasst.

Heizkosten sparen und gleichzeitig das Klima schonen - Verbrauchern gelingt dies dank der neuen staatlichen Förderung von Brennwertheizungen in Zukunft leichter. Wer einen neuen Brennwertkessel - beispielsweise für den Betrieb mit Erdgas - einbaut, kann von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen einmaligen Zuschuss von fünf Prozent der Investitionssumme oder maximal 2.500 Euro erhalten. "Wir begrüßen die Erweiterung des Förderkatalogs als ersten Schritt, den Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern aufzulösen", bewertet Bernhard Funk, Sprecher der IEU, die Pläne von Minister Tiefensee: "Wir sehen es allerdings als erforderlich an, dass die besondere Bedeutung von Erdgas für Klima und Energieeffizienz nun auch in anderen staatlichen Förderinitiativen stärker Berücksichtigung findet." Bisher unterstützte die Bundesregierung im CO2-Gebäudesanierungsprogramm ausschließlich die Kombination verschiedener Maßnahmen, wie zum Beispiel den Einbau eines Brennwertkessels in Verbindung mit Solarthermie. Neu ist, dass Verbraucher in Zukunft auch Einzelmaßnahmen, also beispielsweise den Ersatz einer veralteten Zentralheizung durch eine moderne, klimaschonende und effiziente Gas-Brennwertanlage, bezuschussen lassen können. "Das ist auch gut so, denn nicht überall im Gebäudebestand ist der Einbau einer solarthermischen Anlage aufgrund der Ausrichtung und Bebauungsstruktur technisch und wirtschaftlich möglich", betont Bernhard Funk.

Eigentümern, die eine energetische Sanierung ihrer Immobilie planen, empfiehlt die IEU, zunächst mit der Modernisierung der Heizsysteme zu beginnen. Wie die Stiftung Warentest errechnet hat, kostet eine neue Dämmung der Gebäudefassade 85 Euro pro Quadratmeter und mehr. Damit müsste eine Familie für rund 150 Quadratmeter Wohnfläche knapp 13.000 Euro aufwenden. Ein moderner Brennwertkessel kostet dagegen rund 6.000 Euro. Während sich die Fassadensanierung erst nach zwanzig Jahren amortisiert, zahlt sich die Investition in eine neue Heizung bereits nach durchschnittlich fünf Jahren aus. Darüber hinaus leisten Hausbesitzer mit der Erneuerung der Heizung einen Beitrag zur CO2-Reduktion, denn moderne Anlagen produzieren deutlich weniger Kohlendioxid als alte Geräte. "Die Dämmung von Gebäuden ist sinnvoll, aber als Einzelmaßnahme wenig wirtschaftlich", sagt Bernhard Funk. "Erst im Zusammenspiel mit beispielsweise einem modernen Erdgas-Brennwertheizsystem ist die Dämmung effektiv und schont Klima und Portemonnaie."


Die IEU auf der ISH










Innovative Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz standen im Mittelpunkt der diesjährigen Weltleitmesse ISH, die vom 10. bis 14. März in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Die IEU informierte am Gemeinschaftsstand der deutschen Gaswirtschaft über effiziente und klimaschonende Technologien für den Wärmemarkt. IEU-Sprecher Bernhard Funk (im Bild links) richtete im Verlauf seines Messebesuchs einen dringenden Appell an die Adresse der Politik, Verbrauchern mit gezielten Förderprogrammen die Investitionsentscheidung für eine modernere Heizung zu erleichtern. 

 

 

 

 
EnergieSzene Berlin

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Bundesrat pocht auf Subsidiaritätsprinzip

Für "überwiegend unverhältnismäßig" hält der Bundesrat die Vorschläge der EU-Kommission zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Zwar teile man die Auffassung, dass der Energieverbrauch des Gebäudesektors und damit dessen Treibhausgasausstoß weiter reduziert werden müsse. In der Vorgabe, nationale Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden an einheitlich ermittelte kostenoptimale Mindestanforderungen anzupassen, sehe man jedoch eine Verletzung des Subsidiaritätsprinzips. Die Immobilien- und Wohnungsmärkte hätten keinerlei transnationale Aspekte, so dass auch die Festsetzung der konkreten Anforderungen an die Effizienz von Gebäuden nicht in die Zuständigkeit der Kommission gehöre, heißt es in einer Stellungnahme des Bundesrats. Aus Subsidiaritätsgründen dürften die Nationalstaaten auch nicht verpflichtet werden, eine Strategie zur Verbreitung von Niedrigenergiehäusern zu erarbeiten. Der Staat könne nur Mindestanforderungen festlegen, die Entscheidung über die Errichtung eines solchen Hauses liege aber im privaten und unternehmerischen Verantwortungsbereich.


 

Roadmap zur Energiepolitik ohne Atomstrom

Unter dem Titel "Neues Denken - Neue Energie" hat das Bundesumweltministerium eine "Roadmap Energiepolitik 2020" vorgelegt. Ziel sei eine klimafreundliche, sichere und preisgünstige Energieversorgung ohne Atomstrom, erläuterte Staatssekretär Matthias Machnig auf einer Konferenz in Berlin. "Wir können uns den Kulturkampf der 60er, 70er Jahre über die Energieversorgung nicht erneut leisten. Wir können uns nicht erlauben, den Grundkonsens, den wir in einigen Punkten gefunden haben, in diesem Jahr wieder aufzugeben." Machnig betonte, ein Ausbau der Stromnetze sei dringend erforderlich. "Wir müssen heraus aus der europäischen Kleinstaaterei und brauchen mehr Verbindungsstellen." Zudem mahnte er eine Strukturentscheidung im Bereich der Netze an. Man benötige keinen Moderator, sondern eine politische Entscheidung noch in dieser Legislaturperiode, sagte er und plädierte für eine bundesweite Netzgesellschaft mit Bundesbeteiligung. "Die Infrastruktur wird zum Bottleneck", warnte er. "Wir brauchen auch einen Kohlekonsens in Deutschland. Dass jeder Standort umstritten ist, hilft nur denen, die den Atomausstieg verhindern wollen."

Zuvor hatte - noch unter Leitung von Michael Glos - die Projektgruppe Energiepolitisches Programm (PEPP) des Bundeswirtschaftsministeriums ihre Vorschläge veröffentlicht. "Energiepolitik muss verlässlich sein, erst recht, wenn sie den Anspruch eines genauen Kartenwerks erhebt. Deshalb muss für die Roadmap Energiepolitik der gleiche Maßstab gelten wie für die Handlungsempfehlungen der Projektgruppe Energiepolitisches Programm, schließlich geht es um milliardenschwere Investitionen der Unternehmen. Hierfür muss es konsistente Rahmenbedingungen geben", kommentierte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Stimmungslage für Investitionen habe sich in der Energiewirtschaft in den vergangenen Monaten durch immer mehr Gesetze und Verordnungen, Markteingriffe sowie ständige Diskussionen jedoch verschlechtert. Müller begrüßte, dass auch das Bundesumweltministerium den Bedarf für eine Erneuerung des Stromnetzes und für den Bau neuer hocheffizienter Kohlekraftwerke sehe. Das Erreichen der Klimaschutzziele werde ohne neue Kraftwerke nicht möglich sein. Auch eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken über das Jahr 2022 dürfe deshalb nicht - wie vom Umweltministerium vorgeschlagen - von vornherein ausgeschlossen werden.


 

Pinkwart fordert nationale Energiekonferenz

Die Einberufung einer nationalen Energiekonferenz fordert der nordrhein-westfälische Innovationsminister Andreas Pinkwart. "Wenn wir nicht bald ein tragfähiges energiepolitisches Gesamtkonzept für Deutschland erarbeiten, läuft die Energiesicherheit aus dem Ruder - sowohl was Umweltverträglichkeit als auch Versorgungssicherheit als auch die Energiepreise angeht." Energiesicherheit werde mehr und mehr zu einem Tabu-Thema in der politischen Diskussion. Das sei höchst gefährlich für den Industriestandort Deutschland. Die Bundeskanzlerin dürfe dieses Thema nicht länger ausblenden, "nur weil sie an das Thema Verlängerung der Laufzeiten nicht heran möchte".

Nach Pinkwarts Meinung gehört die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke unverzichtbar zu einem energiepolitischen Gesamtkonzept. Erstens könne Deutschland auf die Kernkraft als Übergangstechnologie noch nicht verzichten, und zweitens könnten die zusätzlichen Gewinne der Betreiber der Sockel für größere Anstrengungen in der Energieforschung sein. Von den zusätzlichen Gewinnen der Betreiber, die aus der Verlängerung der Laufzeiten resultierten, müsse mindestens ein Drittel in eine Bundesenergiestiftung fließen. 

 

 

 
ASUE News

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Erdgas-Mobilität: Mehr Fahrspaß mit neuen Turbo-Modellen

Hatte in Genf seine Weltpremiere: der Touran TSI EcoFuel








Erdgasautos sind mehr als eine Überlegung wert. Sie gehen sparsam mit ihrer Antriebsenergie um, sie reduzieren Emissionen, sie sind sicher, und die Modelle sind nicht nur vernünftig, sie machen auch Spaß. Überdies wird die Änderung der Kraftfahrzeugsteuer mit einer stärkeren Ausrichtung an den CO2-Emissionen in Deutschland zur Jahresmitte geltendes Recht. Danach sind ab Juli 2009 für jedes Gramm CO2, das über die Freigrenze von 120 Gramm pro Kilometer hinausgeht, zwei Euro fällig. Für den Opel Zafira 1.6 CNG fallen beispielsweise nach der neuen Regelung nur 68 Euro pro Jahr an. Noch deutlicher wird der Steuervorteil beim Passat TSI EcoFuel. Dank der noch geringeren Emissionen sind für ihn nur 28 Euro Kfz-Steuer zu zahlen. Der vergleichbare Benziner kostet ab Juli 186 Euro pro Jahr, der Diesel sogar 266 Euro.

Auch die Europäische Union dreht an den Vorschriften für erlaubte Abgaswerte: Die Obergrenzen für CO2-Emissionen von Neuwagenflotten werden sukzessive abgesenkt. Unternehmen, die die Grenzwerte überschreiten, müssen künftig mit empfindlichen Strafzahlungen rechnen.

Besitzer von Erdgasautos sparen jedoch nicht nur Steuern, weil sie Emissionen vermeiden, sie sind auch sparsam unterwegs. Die Treibstoffkosten des doppelt geladenen Passat betragen 4,27 Euro (bei einem Preis von 0,97 Euro je Kilogramm Erdgas) für 100 Kilometer. Der Verbrauch des Opel Zafira ecoFLEX-Turbo liegt rund 20 Prozent höher. In der Van-Klasse hat beim Verbrauch neuerdings der Touran TSI EcoFuel, der auf dem Genfer Auto-Salon seine Weltpremiere hatte, die Nase vorn. Sein Durchschnittsverbrauch liegt laut Hersteller bei 4,8 Kilogramm pro 100 Kilometer.

Turbo-Modelle von Opel und Volkswagen

Der Passat TSI EcoFuel hat eine Leistung von 110 Kilowatt, erreicht zwischen 1.500 und 4.500 U/min ein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern und fährt in der Spitze 210 Kilometer pro Stunde. Der Verbrauch des mit Doppelkupplungsgetriebe ausgestatteten Modells liegt bei 4,4 Kilogramm Erdgas pro 100 Kilometer. Entsprechend niedrig sind die Abgaswerte: Die CO2-Emissionen werden mit 119 Gramm pro Kilometer angegeben. Auch hinsichtlich der Reichweite setzt das Auto Maßstäbe. Im Erdgasbetrieb reichen die drei Unterflur-Stahlflaschen für 420 Kilometer Fahrstrecke, und mit dem alternativ oder additiv nutzbaren Benzinvorrat kommt man rund 400 Kilometer weit. Geringfügig höher liegen die Verbrauchs- und Emissionswerte beim Anfang März vorgestellten Touran TSI Eco Fuel, der mit dem gleichen Motor ausgestattet ist.

In der Anschaffung günstiger als die beiden doppelt geladenen Volkswagen-Modelle ist der Opel Zafira ecoFLEX. Leistung und Drehmoment bewegen sich in ähnlichen Größenordnungen, wobei der Opel sein maximales Drehmoment von 210 Newtonmetern allerdings erst ab 2.300 U/min bringt. Der Verbrauch dieses 200 Kilometer pro Stunde schnellen Erdgasfahrzeugs wird werksseitig mit 5,3 Kilogramm pro 100 Kilometer angegeben. Die CO2-Emissionen liegen bei 144 Gramm pro Kilometer.



Neues aus Genf und Leipzig










Auf dem gerade beendeten Genfer Auto-Salon wurden einige neue Erdgasfahrzeuge präsentiert. Neben den Turbomodellen von Volkswagen, darunter der Touran TSI EcoFuel als Weltpremiere, und Opel stand beim Kompetenzzentrum der Schweizer Erdgas-Wirtschaft für Mobilität (gasmobil ag) mit dem Prototyp des C30 Sport-Coupés von Volvo ein Konzeptfahrzeug im Mittelpunkt des Interesses. Dessen Multi-Fuel-Aggregat ist für vier unterschiedliche Energieträger geeignet: Es soll mit Erdgas, Biogas und Ethanol ebenso spritzig unterwegs sein wie mit Benzin.


Vom 28. März bis zum 5. April präsentieren die im Trägerkreis Erdgasfahrzeuge engagierten Automobilproduzenten auf dem Stand E32 in Halle 3 der Automobil International (AMI) in Leipzig eine Auswahl der verfügbaren Serienmodelle mit Erdgasantrieb. Dazu gehören die neuen Turbo-Modelle von Volkswagen und Opel. Mercedes-Benz zeigt den Besuchern der Publikumsmesse neben dem bekannten Kompaktklassemodell B 170 NGT BlueEfficiency auch ein Exemplar der neuen E-Klasse mit Erdgasantrieb. 

 

 

 

 
Studie

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Wettbewerb gewinnt immer mehr Fahrt

Der vom Verbraucherportal Verivox vorgelegte Energiemarktreport 2008 zeigt, dass die Zahl der für Verbraucher verfügbaren Strom- und Gasanbieter im Jahr 2008 stark gestiegen ist. 2008, so das Unternehmen, sei der Knoten endgültig geplatzt. Laut Untersuchung werben heute 34 Anbieter bundesweit und weitere 192 regional um Stromkunden. Im Durchschnitt hat man die Wahl zwischen 53 Anbietern. Das ist ein Plus von 26 Prozent gegenüber Januar 2008. Noch stärker war der Zuwachs beim Gas. Hier gibt es heute doppelt so viele Angebote für Privatkunden wie noch vor einem Jahr. Verbraucher können nun unter durchschnittlich acht Anbietern auswählen. Der Wettbewerb auf dem Gasmarkt habe sich seit Juni 2006 gut entwickelt, so der Kommentar von Verivox.

Nie habe man durch einen Anbieterwechsel so viel Geld einsparen können wie heute, rechnet Verivox vor. Die durchschnittliche Ersparnis durch einen Wechsel zum günstigen Stromanbieter liege derzeit bei 270 Euro - 42 Euro mehr als noch zu Beginn des Jahres 2008. Ähnliches gelte für die Gasversorgung. Hier liege die durchschnittliche Ersparnis mit 135 Euro knapp 100 Euro höher als noch vor einem Jahr.

Als "wichtigen Trend" identifiziert Verivox die steigende Beliebtheit von Ökostromprodukten. Die Statistik zeige, dass sich im vergangenen Jahr 26 Prozent der Verbraucher, die einen Stromanbieterwechsel vorgenommen haben, für ein Ökostromprodukt entschieden hätten. Auf dem Gasmarkt würden angesichts der starken Preisschwankungen vor allem Tarife mit Preisgarantien, die einen Festpreis für bestimmte Zeiträume einräumen, immer wichtiger. Dazu Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox: "Nie war der Wettbewerb um Privat- und Gewerbekunden so stark wie heute und er wird sich 2009 noch verstärken."

Der kostenpflichtige Energiemarktreport kann unter der Internet-Adresse
www.energiemarktreport.de bestellt werden.

 
Zahlen & Fakten

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Erdgas aus deutschen Quellen sichert 16 Prozent des Bedarfs

Über ein Drittel der gasbeheizten Haushalte könnten in Deutschland mit Erdgas aus heimischen Quellen versorgt werden. Diese Zahl nannte Gernot Kalkoffen, Vorsitzender des WEG Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung, bei der Jahrespressekonferenz. Die Erdgasproduktion in Deutschland habe 2008 mit 15,5 Milliarden Kubikmetern um neun Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Damit seien 16 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs gedeckt worden. Die inländische Ölförderung sei um rund zehn Prozent auf 3,1 Millionen Tonnen zurückgegangen. "Mit hohen Investitionen wollen die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten ihre Chancen in Deutschland weiter ausbauen", so Kalkoffen, nach dessen Angaben die Investitionen kräftig um 17 Prozent auf über 470 Millionen Euro ausgebaut wurden. Dies habe auch zu dem Zuwachs von 500 Arbeitsplätzen oder sieben Prozent beigetragen. "Für die Zukunft erwartet die Branche Erfolge im Bereich unkonventioneller Vorkommen, wie zum Beispiel der weiteren Erschließung von Tight Gas-Lagerstätten." Dies erfordere große Anstrengungen bei der Entwicklung fortgeschrittener Technologien. Kalkoffen verwies auch darauf, dass sich die Staatseinnahmen aus der Erdöl- und Erdgasproduktion überproportional erhöht haben. "Während sich der Umsatz der Erdöl- und Erdgasproduzenten von 2000 bis 2008 verdoppelt hat, ist im gleichen Zeitraum das Aufkommen an Förderabgaben auf das 4,5-fache angestiegen."



Konjunkturrückgang dämpft Energieverbrauch

Der Brutto-Stromverbrauch in Deutschland lag 2008 bei 617 Milliarden Kilowattstunden, 0,3 Prozent weniger als 2008. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) führt dies auf die rückläufige Konjunkturentwicklung sowie das wachsende Energiebewusstsein der Verbraucher zurück. Der Verbrauchsanstieg durch die gute Auslastung der Industrie in den ersten drei Quartalen sei durch den deutlichen Wirtschaftsabschwung im vierten Quartal gedämpft worden.

Auch im Erdgasverbrauch zeigen sich laut BDEW verstärkte Maßnahmen der Verbraucher zur Energieeinsparung, beispielsweise durch den Einsatz moderner Geräte und verbesserter Heiztechnik. Der Verbrauch sei im Vergleich zu 2007 leicht um ein Prozent auf 930 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Die Verbrauchsminderung sei vor allem Folge der konjunkturellen Eintrübung am Ende des Jahres. Nach den vorläufigen Berechnungen des Branchenverbandes ging die Erdgasnachfrage der Industrie im Jahr 2008 um fünf Prozent zurück, der Verbrauch der Haushalte und Dienstleistungsunternehmen blieb trotz vergleichsweise kühlerer Witterung auf Vorjahresniveau.
 

 

 

 

 
Kopf des Monats

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Sven Plöger

"Der Klimawandel ist nicht mehr abzuwenden - aber statt über das Ausmaß zu lamentieren oder es zu ignorieren, sollten wir auf Veränderungen konstruktiv reagieren."



Mit seinem am 12. März vorgelegten Buch "Gute Aussichten für morgen" möchte Sven Plöger zeigen, dass im Klimawandel auch Chancen stecken. Als Beispiele nennt er im Interview mit der Wirtschaftswoche die Bereiche erneuerbare Energien und Effizienztechnologien. Allerdings schade der ungezügelte Klimawandel unter dem Strich mehr als er nutze. Es sei denn, es könne gelingen, das Ausmaß zu begrenzen und mit den Folgen sinnvoll umzugehen.


Der gebürtige Bonner Sven Plöger hat in Köln Meteorologie studiert und gehört seit 1996 zum Kachelmann-Team. In der breiten Öffentlichkeit bekannt ist der Rheinländer vor allem durch die Sendung "Wetter in Ersten" der ARD und aus dem WDR-Radio, wo er ebenfalls regelmäßig die Wettervorhersage übernimmt.

 
Literaturtipp

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Franz Alt: Sonnige Aussichten - Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird

Kaum jemand hat erneuerbare Energien und insbesondere die Solarenergie so früh und so vehement ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht wie der bekannte Journalist und Autor Franz Alt. Was ihn dabei unter anderem auszeichnet, ist der anhaltende Optimismus, mit dem er zu konkreter Aktion aufruft. So auch in seinem neuen Buch. Alt sucht Wege aus der Klimakatastrophe und folgt dabei dem Motto: "Nicht jammern, sondern handeln, um die Zukunft für uns und unsere Kinder zu sichern und selbst davon zu profitieren." Franz Alt zeigt an vielen aktuellen Beispielen, Daten und Fakten, dass eine Hinwendung zu einer klimaorientierten Wirtschaft nicht Verzicht bedeutet, sondern positiven Effekte für Gesellschaft und Individuen haben kann.


239 Seiten
Gütersloh 2008
ISBN: 978-3579069661
19,95 Euro

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